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Brückenpläne / Provisorium

 

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Im Oktober 2008 kommt das Aus für das Provisorium!

Interessant sind trotzdem die Historie und die dazugehörigen Details. Informationen über das Provisorium von der Website der Stadt Regensburg:

Beschlussvorlage für die Sitzung des Ferienausschusses des Stadtrats vom
25. August 2005
.

Entscheidungsgrundlagen für das Provisorium

Trassenvarianten für das Provisorium

Für einen provisorischen Brückenschlag ausschließlich für den Busverkehr, der über mehrere Jahre hinweg seinen Dienst erfüllen müsste, kommt nach Ansicht der Verwaltung nur ein Planungskorridor zwischen der Grieser Brücke und dem Grieser Spitz in Frage.  In der Beschlussvorlage für die Sitzung des Ferienausschusses des Stadtrats vom 25. August 2005 wurden in diesem Bereich 3 Trassenvarianten untersucht:

Variante 1 (verworfen)

Provisorischer Brückenschlag für Busse östlich der Grieser Brücke, schräg über den Donaunordarm und den Wehrkanal Richtung Jacobigelände verlaufend, mit Rampenbauten Richtung Andreasstadel im Norden und parallel zur Proskestraße Richtung Wöhrdstraße im Süden; Zufahrt von Norden über Andreasstraße, Abfahrt nach Norden zur Gräßlschleife über eine neu zu bauende Durchfahrt neben der Gerhardinger Schule;

Variante 2 a (verworfen)

Provisorischer Trassenverlauf für Busse unter Ausnutzung der befestigten Erschließungsflächen für die Schiffsanlegestellen vor der Schleuse über das Vorland östlich des Kinderspielplatzes "Am Gries"; Brückenquerung des Donaunordarm Richtung Jacobigelände mit Anbindung an die Wöhrdstraße;

Variante 2 b  (aktuell)

Wie Variante 2, jedoch Anbindung an die Maffeistraße und in Verlängerung zur Wöhrdstraße

Variante 3 (verworfen)

Provisorischer Brückenschlag für Busse unmittelbar am "Grieser Spitz" mit senkrechter Querung des Donaunordarms, am Unteren Wöhrd Anbindung an die Wöhrdstraße; Zufahrt von Norden unter Ausnutzung der befestigten Erschließungsstraße für die Schiffsanlegestellen vor der Schleuse bis zum "Grieser Spitz";

Weitere Informationen

Detaillierte Informationen zum Provisorischen Brückenschlag finden Sie in der

Beschlussvorlage für die Sitzung des Ferienausschusses des Stadtrats vom
25. August 2005
.

Was halten die Donauanlieger von dem geplanten Provisorium?

1.        Das Provisorium ist ein dreister Etikettenschwindel!
Es entspricht in der Trassenführung im Wesentlichen jener Variante, die seit Ende 2004 als „Osttrasse“ (Variante 2B) kontrovers diskutiert wird. Diese war als Dauer­lösung konzipiert. Die Umbenennung dient allein dem Zweck, ein Planfeststellungsverfahren zu umgehen und damit jegliche Buergerbeteiligung auszuschließen.

2.       Auch ein „Provisorium“ benötigt die Infrastruktur einer ganz normalen und dauer­haf­ten Brücke; d.h. Höhe der Brückenfahrbahn über den Nordarm der Donau, Rampen auf der Nord- und Südseite, eine Trasse, die mindestens HW 100 erfüllen muss. Sie wird damit ebenso aufwendig und kostspielig sein wie eine Dauerlösung.

3.       Das „Provisorium“ zerstört eines der schönsten, von der Bevölkerung Regensburgs hoch geschätzten Naherholungsgebiete. Das sollte man nicht gering schät­zen, denn es ist eines jener Erholungsgebiete, die unmittelbar für die Altstadtbewohner erreichbar ist.

4.       Dem „Provisorium“ wird der Spielplatz am Grieser Spitz geopfert. Dieser wird von Kindern und Eltern gleichermaßen sehr geschätzt.

5.       Einem der idyllischsten Stadtviertel Regensburgs wird eine Trasse zugemutet, die 1,65 m über dem bisherigen Niveau liegen wird; d.h. die Bustrasse würde fast die Höhe des ersten Stockwerks der Häuser erreichen.

6.       Ein entspannter Sparziergang entlang der Nord- und Ostseite des Gries wird nicht mehr möglich sein. Ein außerordentlicher Verlust für die Regensburger Buerger!

7.       Über eine weite Strecke führt das projektierte „Provisorium“ unmittelbar an der Gerhardiger -Schule entlang. Das führt zu einer gravierenden Beeinträchtigung des Schulbetriebs. Die Klassenzimmer liegen ganz überwiegend nach Norden. Pausenhof und Sportgelände ebenfalls. Lärm und Abgase des Busverkehrs sind den Kin­dern schlechterdings nicht zumutbar. Es kommt hinzu, dass der nördliche Zugang zur Schule wegen der massiven Gefährdung der Kinder nicht mehr zu nut­zen ist.

8.       Das „Provisorium“ zerstört kartierte Biotope im Bereich beider Ufer.

9.       Das „Provisorium“ ist keine „unsichtbare“ Brücke, sondern ein Bauwerk mit 6,90 m Höhe über dem Wasserspiegel der Donau (plus 1,10 m hohem Geländer).

10.    Für den ÖPNV bringt das „Provisorium“ keine Zeitvorteile. Nach dem Plan, den das Ingenieurbüro Leonhard Decker (Regensburg) im Juni 2007 vorgelegt hat, soll die Brücke einspurig ausgelegt werden. Die Busse können sich über eine längere Strecke nicht begegnen (auf der Brücke selbst und der notwendigen Überbrückung des Ufergebiets). Das führt zu erheblichen Fahrzeitverlusten. Der angebliche Zeitgewinn im Vergleich zu einer Busführung über die Nibelungenbrücke wird damit zumindest zweifelhaft oder gänzlich obsolet.

11.    Das „Provisorium“ ist im übrigen ein Verstoß gegen die EU-Wasserrahmenrichtlinie, die fordert, Flüsse und ihre Ufer möglichst wieder in ihren natürlichen Zustand zu versetzen.

 

12.    Fazit: das „Provisorium“ ist überflüssig und zerstörerisch! Es darf auf keinen Fall realisiert werden! Die Donauanlieger begrüßen das Aus für dieses Vorhaben!